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Zubausteuerung durch EEG-Ausschreibungen

Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 wird der Zubau von Solar-, Windenergie- und Bioenergieanlagen ab gewissen Größenordnungen per EEG-Ausschreibungen gesteuert.

EEG-Novelle 2017

Mit dieser Novelle will die Bundesregierung den Zubau von regenerativen Anlagen steuern und so die Kosten für die Energiewende begrenzen bzw. ebenfalls steuern. Wichtigstes Instrument sind dabei die EEG-Ausschreibungen, über die künftig Zuschläge für den Anlagenbau bzw. eine Einspeisevergütung für Anlagen ab bestimmten Größenordnungen erteilt werden.

Konkret sind folgende Höchstwerte für den Zubau vorgesehen. Die Mengen sollen über die EEG-Ausschreibungen erreicht werden.

  • Für Windenergieanlagen an Land sollen in den Jahren 2017 bis 2019 jeweils 2.800 Megawatt Leistung ausgeschrieben werden, ab 2020 dann 2.900 Megawatt pro Jahr.
  • Bezüglich der Windenergieanlagen auf See geht die Regierung davon aus, dass bis 2030 weitere Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 15 Gigawatt installiert werden. In den Jahren 2021 und 2022 ist ein Zubau von 500 Megawatt im Jahr und von 2023 bis 2025 von 700 Megawatt pro Jahr vorgesehen. Ab 2026 werden jedes Jahr 840 Megawatt ausgeschrieben.
  • Die Photovoltaikbranche hat schon Erfahrungen mit Test-Ausschreibungen mit jeweils 400 Megawatt Leistung gesammelt. In diesem Marktsegment sind seit 2017 für Solarkraftwerke, die größer als 750 Kilowatt sind, pro Jahr Ausschreibungen mit 600 Megawatt vorgesehen. Das können Freilandanlagen oder Anlagen auf Gebäuden ebenso wie sonstige bauliche Anlagen sein, zum Beispiel auf Mülldeponien. Der angestrebte Zubaukorridor ist auch weiterhin 2,5 Gigawatt Photovoltaik-Leistung im Jahr.
  • Für Biomasseanlagen größer als 150 Kilowatt Leistung gibt es seit dem 1. Januar 2017 ebenfalls Ausschreibungen. In den Jahren 2017 bis 2019 werden jeweils 150 Megawatt und in den Jahren 2020 bis 2022 jeweils 200 Megawatt pro Jahr ausgeschrieben. Auch bestehende Anlagen können an den EEG-Ausschreibungen teilnehmen, um eine 10-jährige Anschlussförderung zu erhalten, sofern der Strom bedarfsgerecht und flexibel erzeugt wird. Das gilt auch für Anlagen, die kleiner als 150 Kilowatt Leistung sind.

Die Regierung betont, dass sich alle Ökostromerzeuger an den Ausschreibungen beteiligen können sollen. Das soll seit 1. Januar 2017 auch für Mieter einer Wohnanlage gelten, die sich dafür zusammenschließen können.

Im EEG 2017 ist weiterhin eine Verordnungsermächtigung enthalten, mit der solare Mieterstrommodelle anderen Eigenversorgungsmodellen gleichgestellt werden sollen. Bis zur parlamentarischen Sommerpause soll dafür ein Gesetzesentwurf vorliegen, wie im Februar bekannt gegeben wurde.

Zubau per Auktionen

Indem sie den Zubau per Auktionen steuert, will die Bundesregierung auch dafür sorgen, dass die Netze für den Transport des Ökostroms durch die Republik entsprechend ausgebaut werden können. Beim Netzausbau sollen nun verstärkt Erdkabel gelegt und keine Überlandleitungen gebaut werden. Das soll die Akzeptanz des Netzausbaus fördern.

Hier finden Sie interessante Fragen und Antworten zum EEG 2017.

Letzte Änderung: 29. März 2017

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