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KFW Förderung & Co.: Welche Förderprogramme gibt es?

Photovoltaik-Eigenverbrauch: KFW Förderung nutzen solange es geht

Fördermaßnahmen – ein weites Feld:

Deutschland hat auf seinem Weg, die Ziele der Energiewende zu erreichen, bereits einige Etappen erreicht. Andere, wie etwa die  Treibhausgasreduzierung oder der Ausbau der E-Mobilität, bedürfen jedoch noch enormer Anstrengungen, damit die vereinbarten Zielmarken bis 2020 umgesetzt werden können. Die bewährten Mittel der Wahl, mit der die Bundesregierung derartige Projekte vorantreiben will, sind Förderprogramme für Unternehmen wie für Bürger und nicht nur durch im Rahmen einer KFW Förderung . Im Rahmen von Initiativen sollen sie den Schritt der Bürger vom Umdenken zu konkreten Taten und Handlungen erleichtern. In der Regel umfassen diese Kampagnen neben Beratungsleistungen vor allem finanzielle Anreize und Unterstützungsleistungen rund um Maßnahmen, die die Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr voranbringen. Die vom Bund, von den Ländern und Kommunen angebotenen Programme für Privatpersonen zur umweltverträglichen Stromgewinnung und -nutzung sind in den letzten Jahren zu einer unüberschaubaren Menge angewachsen.

Vom Strom zur Wärme

Hierbei ist ein Trend festzustellen: Nachdem in den letzten zwölf Jahren vor allem die nachhaltige Stromerzeugung, -speicherung und -nutzung für Wohngebäude (z.B. Solarstrom) finanziell unterstützt wurde, rücken in den letzten zwei Jahren vorwiegend Initiativen zur Elektrifizierung des Wärmesektors durch Solarthermie und Wärmepumpen in den Vordergrund. Während manche Fördermaßnahmen, zum Beispiel zum Erwerb von Photovoltaikspeichern oder die Einspeisevergütung von PV-Strom, auslaufen oder reduziert wurden, finden bau- oder sanierungsinteressierte Privatpersonen täglich mehr Förderinitiativen, um ihre Wärmeversorgung auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

Stiefkind Elektromobilität

Diejenigen, die nicht nur energieeffizient wohnen, sondern auch umweltfreundlicher unterwegs sein wollen, müssen jedoch länger suchen. Denn Förderprogramme für den Verkehr bzw. zum Ausbau der Elektromobilität sind nur vereinzelt zu finden – und das umfasst nicht nur elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge, sondern auch E-Bikes sowie intelligente und komfortable Verkehrskonzepte mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Carsharing-Konzepten. Mit welchen Projekten die Verkehrsministerien und Kommunen in diesem Bereich bis 2020 eine Senkung des Energieverbrauchs um zehn Prozent gegenüber 2005 vorantreiben oder eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen bringen wollen, bleibt spannend zu erfahren.

Förderprogramme des Bundes

Wenn das Dach langsam undicht wird oder es durch die Fenster zieht, wenn die Heizung zu viel Öl verbraucht oder die Wände gedämmt werden müssen, spätestens dann denken viele Wohnungs- und Hausbesitzer über energetische Sanierungen nach oder planen gar einen energieeffizienten Neubau. Für diese bau- oder sanierungswilligen Privatpersonen bietet die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die sogenannte KFW Förderung und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weitere umfangreiche Fördermittel.

KFW Förderung

KFW Förderung

So unterstützt die KfW den Bau und Erwerb energieeffizienter Häuser sowie energetische Sanierungsmaßnahmen, aber auch Investitionen in spezielle Energiesparmaßnahmen mit Zuschüssen und günstigen Krediten mit jeweils aktueller KFW Förderung. Die Höhe der Zuwendungen richtet sich danach, wie nah das Gebäude dem Standard „Effizienzhaus 100“ kommt bzw. ihn übertrifft. Ebenso unterstützt die Bank die hierfür geforderte Inanspruchnahme eines unabhängigen Sachverständigen als qualifizierten Baubegleiter mit einem Zuschuss. Umfassende Informationen zu den aktuellen KfW-Fördermöglichkeiten bietet die Mikrosite „KfW-Förderung: energieeffizient wohnen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

BAFA-Förderung

Sollen erneuerbare Energien wie Biomasse (Holzpellets, Hackschnitzel etc.), Solarthermie oder Wärmepumpen für die Heizanlage eingesetzt werden, so können finanzielle Mittel und Bonuszahlungen ebenfalls beim BAFA beantragt werden. Auch Mini-Blockheizkraftwerke werden mit diesen Marktanreizprogrammen (MAP) bezuschusst. Teilweise lässt sich die BAFA-Förderung mit KfW-Programmen kombinieren. Weitere Informationen finden Interessierte auf der BMUB-Internetseite „BAFA: Förderung und Zuschüsse“.

Die passende Förderung finden

Zum energieeffizienten Neubau und zur energetischen Modernisierung gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen, die sich mitunter überlappen bzw. ineinandergreifen, von denen die KFW Förderung die bekannteste ist. Um zu entscheiden, welche der zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten für das jeweilige Bau- oder Sanierungsprojekt in Frage kommt, hilft ein Klick auf die BMUB-Ratgeberseite „FördermittelCheck“. Nach Ausfüllen des spezifischen Anforderungsprofils erhalten Interessierte dort eine individuell abgestimmte Zusammenstellung von Unterstützungsmaßnahmen per E-Mail zugeschickt. Da auch Förderprojekte und Initiativen auf Länder- und Kommunalebene abgefragt werden, gehen die offerierten Programme weit über die Förderprogramme des Bundes hinaus. Auch auf der Seite „Energiewende im Gebäudebereich“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Interessierte aktuelle Informationen zu Fördermaßnahmen.

Förderinitiativen auf Länderebene

Wem das nicht reicht, kann auf den Seiten der jeweiligen Landesregierungen passende Förderprogramme recherchieren, denn auch die Länder begünstigen die Verwendung erneuerbarer Energien, eine energetische Sanierung und den energieeffizienten Neubau. So bietet zum Beispiel Baden-Württemberg, neben der KFW Förderung, folgende Orientierungshilfen: Förderprogramme im Energiebereich für Wohngebäude in Baden-Württemberg und Energiewende Baden-Württemberg, während Interessierte in Bayern folgende Informationen finden: Energie Innovativ. Können in manchen Bundesländern zusätzlich Fördermittel der KfW-Bank in Anspruch genommen werden, ist eine Mehrfachförderung in anderen Ländern jedoch ausgeschlossen. Je nach Bundesland fallen die Förderbedingungen unterschiedlich aus und ändern sich von Zeit zu Zeit. Für alle Länder aber gilt: Der Antrag auf Fördermittel muss unbedingt vor Baubeginn gestellt werden.

Kommunale Förderprogramme für die Energiewende vor Ort

In den letzten Jahren ist die Zahl der Kommunen, die Förderprogramme für Energieeffizienzmaßnahmen, Energieberatung und den Einsatz erneuerbarer Energien anbieten, langsam gewachsen. Zusammen mit kommunalen oder überregional tätigen Energieversorgern und -dienstleitern werden Anreizpakete geschnürt, um zum Beispiel bestimmte Regionen für junge Familien attraktiv zu machen. Mitunter sind diese Mittel auch mit Förderprogrammen des Bundes oder der Länder kombinierbar.

Ökosiedlung Vauban (c) PnR(du)

Ökologisch Wohnen in grüner Umgebung: Ökosiedlung Freiburg-Vauban

Diese Idee einer dezentral umgesetzten Energiewende vor Ort findet in Deutschland immer mehr Anhänger. Denn mittlerweile haben nicht nur kleine Neubaugebiete oder Ökosiedlungen (z.B. Freiburg-Vauban) bewiesen, dass eine nachhaltige Energiegewinnung und -nutzung beim Bau und Modernisieren von Wohngebäuden ökologisch wie ökonomisch sinnvoll ist. Auch auf Kommunalebene findet das Konzept immer mehr Anhänger. Das zeigen die sogenannten „Energie-Kommunen“, deren Anzahl Anfang 2015 auf fast 100 gestiegen ist, genauso wie die Stadtwerke Nürnberg (N-ERGIE) mit der intelligenten Vernetzung von Energiespeichern.

Für Interessenten, die ihre Bau- oder Modernisierungsprojekte möglichst nachhaltig und energieeffizient umsetzen wollen, lohnt sich eine Nachfrage bei ihrer zuständigen Kommune vor Ort auf jeden Fall. Anderenfalls ist das von der Agentur für Erneuerbare Energien betriebene Kommunalratgeber-Portal eine erste Anlaufstelle für nähere Informationen rund um Förderprogramme für die Energiewende.

Stand: Mai 2016

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