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Neue PV-Anlage – mit oder ohne Speicher?

PV-Anlage: Eigenversorgung und Eigenverbrauch mit Solarstrom

Lohnt sich eine PV-Anlage ohne Speicher überhaupt noch?

Wenn Sie noch keine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) haben, stellt sich als erstes die Frage, ob die Anschaffung einer solchen sinnvoll ist bzw. sich lohnt.

Sinnvoll ist eine PV-Anlage allein schon deshalb, weil Sie damit einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und so die fossilen Ressourcen Öl, Gas und Kohle bei der Stromerzeugung geschont werden.Lohnenswert ist sie auch. Denn die Erzeugungskosten für Strom aus einer PV-Anlage sind mittlerweile günstiger als die Bezugskosten für Strom vom Energieversorger. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) lässt sich Solarstrom in Deutschland schon zu einem Preis ab 7 Cent je Kilowattstunde (Cent/kWh) herstellen. Auf Eigenheimen sind es je nach Anschaffungskosten und Solarertrag im Schnitt 10 bis 13 Cent/kWh. Für Strom vom Energieversorger (Netzstrom) hingegen zahlen Haushalte rund 30 Cent/kWh. Das Einsparpotenzial ist somit groß.

Mit Speicher: mehr Eigenversorgung statt Einspeisung

Dabei ist es allerdings nicht sinnvoll, die Photovoltaikanlage so groß wie möglich zu bauen. Denn durch die zeitliche Verschiebung von Solarstromerzeugung und Stromverbrauch kann ein Haushalt mit einem typischen Verbrauch ohne PV-Anlage Batteriespeicher nur etwa 30 Prozent des PV-Stroms selbst nutzen. Der Strom, der nicht direkt im Haushalt verbraucht oder zwischengespeichert werden kann, wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Für Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung lag die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung von Januar bis Juli 2016 bei 12,70 Cent je Kilowattstunde und wird aufgrund des Photovoltaik-Zubaus und fallender Anlagenkosten und dem Prinzip der Degression weiter sinken. Die Einspeisung von möglichst viel Solarstrom sollte also nicht das Ziel sein.

PV-Anlage individuell planen lassen

Eine neue Photovoltaikanlage muss individuell geplant werden, wobei der Stromverbrauch in dem Haushalt der entscheidende Faktor ist. Die Anlage sollte so dimensioniert sein, dass der Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms möglichst hoch ist.

Dies gilt auch für die gleichzeitige Planung eines Batteriespeichersystems. Der Stromverbrauch und die zukünftige Entwicklung des Energiebedarfs müssen in die Planung unbedingt einbezogen werden.

Wie könnte sich der Stromverbrauch in den kommenden zwei Jahrzehnten verändern:

Werden die Kinder bald ausziehen, so dass der Stromverbrauch sinkt? Planen Sie, ein Elektroauto anzuschaffen, so dass Sie bald mehr Strom benötigen? Vielleicht ändert sich auch der Verbrauch im Laufe des Tages (Lastkurve), da Sie in den Ruhestand gehen und über den Tag verteilt mehr Strom benötigen.

Speicherkapazität und PV-AnlageNicht zu vergessen sind auch die individuellen Voraussetzungen und Wünsche. Wie viel können Sie investieren und wie autark wollen Sie sein? Der Autarkiegrad bezeichnet den Anteil am Gesamtstromverbrauch, der mit Solarstrom gedeckt werden kann.

Fazit: Ist die neu installierte PV-Anlage zu groß, wird zu viel Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist. Das mindert die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.
Ist der Batteriespeicher zu groß, wird unnötig viel in Speicherkapazität investiert, die von dem Haushalt nicht genutzt werden kann. Ist das Speichersystem zu klein, wird das Eigenversorgungs- und Autarkiepotenzial nicht genutzt.

Hier geht es zum Photovoltaikrechner mit dem Sie gleich selbst errechnen können, ob Ihr Hausdach für eine solche Anlage geeignet ist.

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