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Solarstrom – Eignet sich mein Eigenheim?

Einspeisungsvergütung

Das Hausdach bietet sich als Installationsort für eine Photovoltaikanlage an. Deshalb sollte als erstes überprüft werden, ob sich die Ausrichtung und Neigung des Daches für die Erzeugung von Solarstrom eignen.

In unseren Breitengraden erzeugt eine Photovoltaikanlage den höchsten Ertrag, wenn sie auf einem Dach installiert ist, das nach Süden zeigt und eine Neigung zwischen 25 und 35 Grad hat. Für den Eigenverbrauch ist der maximal mögliche Solarertrag allerdings nicht mehr das Ziel.

Ideale Ausrichtung für Erzeugung von Solarstrom

Bei Photovoltaik-Anlagen, die stärker in Richtung Osten oder Westen zeigen, wird morgens beziehungsweise am späten Nachmittag mehr Solarstrom erzeugt als auf einem Süddach. Das kommt der typischen Verbrauchskurve eines Haushalts entgegen. Denn zuhause wird vor allem in den Morgen- und Abendstunden viel elektrische Energie verbraucht. Für eine Solarstromanlage ist deshalb eine Dachausrichtung von Südost bis Südwest geeignet, auch, weil die Einbußen bei einer leichten Abweichung in Richtung Osten oder Westen geringfügig sind.

Die Dachneigung sollte zwischen 15 und 60 Grad betragen. Eine Mindestneigung von 10 Grad ist wichtig, damit die Module sich durch Regen selbst reinigen können.

Wenn das Dach nicht geeignet ist

Ist das Dach nicht geeignet, kann geprüft werden, ob es an der Fassade Platz gibt. Die Module werden dann parallel zur Fassade oder mit einem geringen Anstellwinkel montiert. Solarstrommodule können auch auf einem Carport oder Garagendach installiert werden.

Auf Flachdächern, zum Beispiel von Bungalows, werden die Module im optimalen Winkel aufgeständert.

Wenn eine Dachsanierung notwendig ist, kann geprüft werden, ob die PV-Anlage die Dachhaut ersetzen soll. In dem Fall werden die Module anstelle der Ziegel in das Dach integriert. Solche gebäudeintegrierten Solarstrom-Anlagen sind teurer als Aufdach-Anlagen, bei denen die Module über der Dachhaut angebracht sind. Dafür fügen sich dachintegrierte Solarmodule sehr harmonisch in das Gesamtbild des Gebäudes ein.

Verschattung meiden

Der Installateur überprüft die Eignung des Schräg- oder Flachdachs, der Fassade oder des Carports mit einer Planungssoftware. Bei der Anlagensimulation wird die Verschattung gleich mit geprüft. Ideal ist es, wenn keinerlei Schatten auf die Anlage fällt. Denn bei einer Serienschaltung, wie sie bei Photovoltaikanlagen üblich ist, entscheidet immer das Modul, auf das am wenigsten Solarstrahlung trifft, wie viel Strom fließt. Deshalb kann schon ein kleiner Schatten erhebliche Einbußen bewirken.

Schatten wandern

Standortbedingte Schatten können durch Bäume, Nachbargebäude und Strommasten auftreten. Dabei ist zu beachten, dass sich die Verschattung sowohl im Tagesverlauf, als auch im Laufe eines Jahres verändert. Letzteres zum Beispiel durch das Wachsen von Bäumen und Büschen. Auch Freileitungen, die über das Haus führen und einen schmalen wandernden Schatten werfen, beeinträchtigen den Solarertrag.

Auf dem Haus selbst können Gauben, Kamine und Antennen für Verschattung sorgen. Der Installateur muss dann prüfen, welche Maßnahmen geeignet sind, um die Verschattung möglichst auszuschließen oder zu minimieren. Eine Antenne oder Satellitenschüssel kann zum Beispiel versetzt werden.

Sind solche Veränderungen nicht möglich, können Dummys montiert werden. Sie sehen aus wie Solarstrommodule, sind aber nicht funktionsfähig. So bleibt eine einheitliche Optik gewahrt und die verschatteten Flächen werden von der Energieerzeugung ausgespart.

Solarstrom trotz Photovoltaik Schatten

Im Idealfall fällt keinerlei Schatten auf die Photovoltaikanlage

Statik überprüfen

Weiterhin sollte der Zustand der Dacheindeckung und des Dachaufbaus überprüft werden. Das Dach muss in baulich gutem Zustand sein und die zusätzliche Last der PV-Anlage mindestens 20 Jahre problemlos tragen können. Wer ganz sicher gehen will, beauftragt einen Statiker mit der Überprüfung.

Soll die Solarstromanlage auf einem Flachdach installiert werden, so muss sie gegen Verschieben und Abheben – zum Beispiel bei einem Sturm – ballastiert werden. Das bringt deutlich höhere Lasten auf dem Dach mit sich. Deswegen sollte bei Flachdachanlagen auf jeden Fall ein Statiker hinzugezogen werden.

Wind- und Schneelasten beachten

Bei der Statik-Prüfung werden auch die regionalen Wind- und Schneelasten berücksichtigt. Die Solarmodule, die Unterkonstruktion und das Befestigungsmaterial müssen den Lasten an dem Standort entsprechend ausgewählt werden. Das hat zum einen den Sinn, dass die PV-Anlage den Beeinträchtigungen durch Schnee und Wind standhält, ohne dass die Module oder die Gestelle Schaden nehmen. Andererseits haben der Installateur und der Bauherr dafür Sorge zu tragen, dass eine Photovoltaikanlage nicht zur Gefahr für Menschen und Gebäude wird.

Dazu kommt: Muss das Dach nach der Montage der Module saniert werden, entstehen Kosten für den Ab- und Wiederaufbau der Anlage. Außerdem erzeugt sie in der Zeit keinen Solarstrom.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Für Photovoltaikanlagen auf Dächern ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Eine Ausnahme sind Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden. Hierfür muss vor Baubeginn eine Genehmigung bei der zuständigen Baubehörde eingeholt werden. Auch für eine Fassadenanlage sollte frühzeitig die Genehmigungspflicht mit dem Bauamt geklärt werden.

Wieviel Fläche benötige ich?

Bis Mitte 2012 wurden Photovoltaikanlagen so groß wie möglich gebaut. Wer konnte, bedeckte jeden Quadratmeter seines Daches mit Modulen, um möglichst viel Solarstrom zu erzeugen und gegen eine attraktive Einspeisevergütung einzuspeisen. Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2012 wurde die Einspeisevergütung für Solarstrom stark abgesenkt, woraufhin der Eigenverbrauch anstatt der Netzeinspeisung in den Vordergrund trat. Seither werden PV-Anlagen dem Strombedarf im Haushalt entsprechend dimensioniert.

Die Anlagengröße muss individuell ermittelt werden, da sie von mehreren Faktoren wie dem Stromverbrauch im Haushalt abhängt. Seit dem EEG 2012 gibt es aber eine künstliche Grenze. Da bei Anlagen mit einer Spitzenleistung über 10 Kilowattpeak eine Beteiligung an der EEG-Umlage erhoben wird, sind die Anlagen in der Regel kleiner.

Viele Jahre galt die Faustregel, dass für ein Kilowattpeak PV-Leistung bei kristallinen Modulen etwa zehn Quadratmeter Fläche benötigt werden. Durch technische Weiterentwicklungen und die damit einhergehende Leistungssteigerung können heute je nach Modul aber auch schon etwa acht Quadratmeter Fläche für ein Kilowattpeak Solarstrom-Leistung ausreichen.

Bis zu 100 Prozent Eigenversorgung

Damit möglichst viel von dem selbst erzeugten Solarstrom im Gebäude verbraucht werden kann, ist der Einbau eines Photovoltaik-Batteriespeichers sinnvoll.

Ohne Stromspeicher kann ein Haushalt mit typischem Verbrauchsprofil nur etwa 30 Prozent des Solarstroms selbst nutzen. Das liegt an der zeitlichen Verschiebung der Solarstromerzeugung und des Stromverbrauchs. Mit einem Batteriespeicher können bis 70 oder 80 Prozent Solarstrom selbst genutzt werden.

Der Eigenverbrauchsanteil ist von vielen Faktoren abhängig, so zum Beispiel von der Größe der Photovoltaikanlage, der Kapazität des Batteriespeichers und der Verbrauchskurve im Haushalt. Seinen Strombedarf zu 100 Prozent selbst zu decken, ist mit dem „20 Jahre Freistrom“ Konzept von Caterva möglich.

Hier finden Sie den Caterva-Freistromrechner mit dem Sie schnell ermitteln können ob sich die Caterva-Sonne auch für Ihr Eigenheim eignet und wie hoch Ihr Energievorteil über die nächsten 20 Jahre sein kann.

Solarstrom: Der Photovoltaik-Rechner zeigt Ihre Ersparnis

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